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Lesung der österreichischen Dichterin Ann Cotten

dinsdag, 15 mei, 2018 - 18:00
Campus: Brussels Humanities, Sciences & Engineering campus
U-Residence
Zwarte zaal
Inge Arteel
inge.arteel@vub.be
auteurslezing

De lezingenreeks "Neue Literatur aus Österreich" is een samenwerking van de VUB, ULB en Université Saint-Louis Bruxelles, met de steun van het Österreichisches Kulturforum Brüssel.

In deze reeks komt de dichteres Ann Cotten naar de VUB voor een lezing uit haar werk. De lezing vindt plaats in het Duits.

Anmeldung bis zum 13. Mai bei: inge.arteel@vub.be 

Die Dichterin Ann Cotten interessiert sich für Literatur in der Tradition experimenteller Poetiken: Literatur, die das Verhältnis zwischen Sprache und Wirklichkeit untersucht, Literatur, die eine Entfremdung der alltäglichen Welt bewirkt oder mit Sprache fremde Welten im Kopf erzeugt, poetische Welten, die sich ihrerseits nur im konzentrierten Lesen erschließen. Das anarchistische, aber ernste Spiel mit dem tradierten Formen- und Gattungskanon ist ein zentrales Merkmal ihrer Poetik. In dem Gedicht „Eben fällt es ein...“ aus dem Band Florida-Räume (2010) heißt es über den poetischen Blick: „Ein Blick, der nicht kapieren / darf, was er kapiert. Bring ihn aus dem Konzept“.

Im Debütband Fremdwörterbuchsonette spielt sie in abgewandelter Sonett-Form mit dem Gebrauch von Fremdwörtern, aber auch mit Anspielungen auf E- und U-Kultur.

Das Versepos Verbannt! ist in einer alten Strophenform geschrieben, die bei den englischen romantic poets beliebt war, und spielt überhaupt auf althergebrachte Topoi der Literaturgeschichte an, wie den von verbannten Dichtern in einsamen Gegenden. Die Insel, auf die hier eine Fernsehmoderatorin (!) verbannt wird, ist von skurrilen mythologischen Gestalten bevölkert, die Sprache ist voller Missverständnisse und Widersprüche, die Metaphorik ist witzig und irrsinnig zugleich. Die Strophen werden außerdem von Comicstrips der Autorin unterbrochen.

Ann Cotten (°1982 in Iowa, VS) ist eine deutschsprachige Schriftstellerin, Übersetzerin und Literaturtheoretikerin. Sie kam mit fünf Jahren mit ihrer Familie nach Wien. Sie studierte Germanistik und schloss ihr Studium mit einer Arbeit bei Wendelin Schmidt-Dengler über die Konkrete Poesie ab. Sie trat als Dichterin auf Poetry Slams in Erscheinung und veröffentlichte 2007 ihren Debütband Fremdwörterbuchsonette im Suhrkamp Verlag.

Für ihre Lyrik und Prosa wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. Adelbert-von-Chamisso-Preis (2014), Klopstock-Preis (2015), Hugo-Ball-Preis (2017). Zuletzt erschienen der Erzählband Der schaudernde Fächer (2013) und das Versepos Verbannt! mit Illustrationen der Autorin (2016) im Suhrkamp Verlag und der Sammelband Jikiketsugaki.Tsurezuregusa im Verlag Peter Engstler (2017).2017 wurde Ann Cotten in die Berliner Akademie der Künste aufgenommen. Seit 2006 lebt sie vorwiegend in Berlin. Die letzte Zeit hat sie in Japan verbracht.